Herstellung von Flacherzeugnissen geeignet für die Fertigung

Für viele Endverbraucher gibt es kaum einen Unterschied im Erscheinungsbild von Blech und Platte – beide sind relativ breite, relativ lange flache Metallplatten. Jedoch werden beide in der Stahlproduktion auf unterschiedliche Weise erzeugt.

Blech

Als Blech bezeichnet man meist einen dünnen Artikel von unter 1 bis zu etwa 6 mm Dicke (0,24–0,045 Zoll). Karbon- und Edelstähle werden dazu erst in Blöcke gegossen und dann durch zur Dickenreduzierung mehrfach einem Walzprozess unterzogen. Vor dem Warmwalzen wird dieser Block, oder die Bramme, auf die jeweilige Temperatur erwärmt, die zur plastischen Verformung erforderlich ist, und dann mittels zweier Walzen auf die gewünschte Stärke gebracht. Das Gefüge des gegossenen Metalls ist sehr grobkörnig und wird nach und nach aufgebrochen und immer feinkörniger. Dadurch verbessern sich die Zähigkeit und Duktilität des Werkstoffs. Da das Metall nur in eine Richtung oder in einer Ebene verformt wird, führt die fortschreitende Dickenreduzierung zu einem Längenwachstum. Der entstehende Strang wird irgendwann zu lang, um in der Waagerechten verarbeitet zu werden, und daher als Coil oder Bund aufgewickelt. Nach dem Warmwalzen können weitere Verarbeitungsschritte folgen, darunter:

– Beizen, um die beim Warmwalzen entstehende dicke Oxidschicht zu entfernen

– Kaltwalzen, um die Dicke weiter zu reduzieren und Maß- und Oberflächen-Toleranzen zu verbessern

– Glühen, um das Metall geschmeidiger zu machen und die Duktilität zu erhöhen

– Temperwalzen, um den Fließpunkt zu entfernen und die Formbarkeit zu verbessern

– Abwickeln, um eine aufgewickelte Coil in Packungen von flachen Blechen zu verwandeln

Langley Alloys kann seine Produkte bis zu einer Dicke von 1,00 mm liefern, während die Messdicke und die Ebenheitsanforderungen von ASTM 480 M-02 eingehalten werden. Da dies ein sehr kostengünstiges Verfahren ist, ist Langley Alloys Ihr idealer Partner für Dicken von 1,00 bis 5,00 mm.

Figuren: Verfahrensschema für Blechwalzen und Schrägwalzen von Platten.

Platten

Ein ähnliches Warmwalzverfahren wird auch zur Herstellung von Platten verwendet. Der Hauptunterschied ist einfach die Dicke des fertigen Stückes. Anstatt einer Reihe von Walzen wird hier mitunter ein Walzenpaar genutzt, um die Dicke zu reduzieren. Man spricht dann von einem Reversierwalzwerk. Bei manchen Güten geht man je nach Zusammensetzung oder Marktanforderungen von einem einzelnen Barren anstatt von eine Reihe von vielen kontinuierlich gegossenen Platten aus. Für solch dickere Stücke kann diese einfachere Prozesskonfiguration, bei der Herstellung von Gegenständen von 6 mm (0,24 Zoll) bis zu 250 mm (9,49 Zoll) oder mehr, .zu niedrigeren Umwandlungskosten führen.

Besonders für dickere Teile, bei denen die Korngröße größer ist, macht sich der Unterschied in puncto Eigenschaften über die gesamte Plattenfläche und -länge deutlich bemerkbar. Deshalb arbeitet Langley Alloys vorzugsweise mit dem Schrägwalzverfahren. Dabei wird die Platte nach jedem Walzvorgang wiederholt um 90 Grad gedreht. Das sorgt für eine gleichmäßigere Mikrostruktur und einheitlichere Eigenschaften in Quer- und Längsrichtung. Das kann das Schneiden und die Fertigung vereinfachen und für ein besseres Endergebnis durch effizienteres Komponentendesign sorgen.

Herkömmliche Platten werden meist in standardisierten Industrie-Größen (d. h. 12,0 m x 3 m/39 Fuß x 9 Fuß) geliefert, die dann zugeschnitten werden können. Langley Alloys betreibt einen eigenen Wasserstrahlschneider und schafft dadurch ein hochwertiges Finish ohne unerwünschte Eigenschaftsveränderungen durch hohe Wärmeeinwirkung.